Ironman 70.3 Westfriesland

Wo keine Berge sind…

Wenigstens ist der zunächst vorhergesagte Regen ausgeblieben – bei milden Temperaturen um die 17-20 Grad waren die Bedingungen „eigentlich“ optimal. Aber wo keine Berge sind, ist Wind! Gleich zum Start um 7 Uhr im kleinen Städtchen Hoorn blies dieser kräftig über das Flachland und  machte das Schwimmen im Meer aufgrund der Wellenbildung zu einer kräftezehrende Angelegenheit. Von den Problemen bei der Orientierung ganz zu schweigen. Arek blieb mit einer Leistung von 35:50 Minuten über 1,9km zwar unter seiner angestrebten Zeit zurück, konnte sich im Gegensatz zu vielen Mitstreitern aber noch gut aus der Affäre ziehen.  

Die Orientierung leidet beim Radfahren durch den Wind nicht – aber die Geschwindigkeit. Die bislang höchste von Arek bei einer Mitteldistanz erreichte Tretleistung reichte für eine Zeit von 2h33. Bei Windstille wäre auf dem komplett flachen Kurs wohl eine deutlich schnellere Zeit über die 90km drin gewesen aber der stetige Kampf gegen den böigen Küstenwind kostet viel Kraft und schwächt die Moral, denn Berge haben irgendwann ein Ende, der Wind aber hört nicht auf.

Der Baden-Badener rechnete schon damit, zu viele Körner auf dem Rad gelassen zu haben. Aber auch bei diesem Rennen konnte er ein konstant flottes Lauftempo von 4’30 pro Kilometer auf dem 21,1 km langen und flachen Kurs bis zum Schluß durchziehen, was auf seinen ausgezeichneten Trainingszustand hindeutet. Nach 1h35 erreichte er das Ziel und war mehr als zufrieden über den 22. Rang in seiner Altersklasse in einer Gesamtzeit von 4h53‘04. „Ich freue mich sehr über das Ergebnis bei meinem Lieblingsrennen und hoffe, das ich beim nächsten 70.3 auch mal gute Bedingungen habe und eine neue Bestzeit schaffe“, ist Areks Fazit dieser tollen Veranstaltung unserer triathlonverrückten Nachbarn.

Text: Manuel Kollorz


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