Neue Heimat im Schweizer Bergdorf „Sankt Martin“

Christoph Gernsbeck war zu Besuch bei unserem ehemaligen Triathlet André Riehle in seiner neuen Heimat in einem Schweizer Bergdorf. André startete 4 Jahre für die Bühlertäler Triathleten als wir noch in der ersten Liga Baden Würtemberg aktiv waren. Herausragend war im Jahr 2000 der Team Wettbewerb in Reutlingen, bei dem durch eine geschlossene Teamleistung die beste Platzierung der Saison mit Platz 13 erreicht werden konnte, in der Besetzung Axel Hauser, Christoph Gernsbeck, Oliver Frank, André Riehle und Lars Ehrenberg. zur Ergebnisliste >>

André hat mit seiner Frau Anne das alte Walserdorf Sankt Martin im wilden Calfeisental gekauft, als sich überraschend die Möglichkeit dazu ergab. www.sanktmartin.info

„Träume muss man haben – und manche sollte man leben“ heisst es auf der Webseite von Sankt Martin. Der Ort liegt im Unesco Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona und ist von steilen Wände der umgebenden Berge wie z.B. die 3245m hohe Ringelspitz, dem höchsten Berg des Kantons St. Gallen. Das Restaurant und die Beherbergung der Gäste sind jetzt die Lebensaufgabe des Paares, das die Abgelegenheit des Dorfes oberhalb von Bad Ragaz genießt. (Autobahnabfahrt Bad Ragaz nehmen – es gibt 3 St. Martin in der Schweiz!)

Aufgrund der strengen Winter in dem 1350m hohen Dorf beginnt die Saison erst Ende April und endet Mitte Oktober mit der „Ustrinkete“, bei der gerne die Bevölkerung der umliegenden Dörfer hilft das Getränkelager zu leeren, bevor das lokal Winterfest gemacht wird.

Bei der Planung eines Italien Urlaubes mit seiner Freundin und kurzem Mailkontakt mit André konnte Christoph kurzfristig in einem ehemaligen Ziegenstall unterkommen. Nachdem die beiden Sportfreunde sich fast 10 Jahre nicht mehr gesehen hatten war die Freude beim Wiedersehen riesig und gleich am ersten Abend wurden Pläne für gemeinsame Touren geschmiedet. So kam es gleich am ersten Nachmittag zu einem Traillauf, bei dem Hündin Emma eindeutig die fitteste war. Eine super schöne, aber harte Laufstrecke.

Am zweiten Tag ging es morgens um 5 Uhr los auf die Gigawaldspitz. Da keine Wanderwege dorthin führen, sondern über Hänge und Wiesen gewandert wird ist man praktisch allein dort, abgesehen von Gemsen, Murmeltieren und den Kühen, die dort bis ca. Mitte September auf der Alp sind. Überraschend ist, wenn man den Gipfel des bewachsenen Berges betritt, daß sich hinter dem Kreuz eine harte Kante zeigt, von der deshalb gerne mit Wingsuites gesprungen wird.

Am dritten Tag fuhren wir gemeinsam mit den E Bikes zu einer Alm um von dort eine 4 Stündige Tour über die SAC Hütte (Schweizer Alpen Club) zu machen. Traumhafte Gegend und gerade mal eine Handvoll Wanderer, die uns begegneten.

Text/Bilder: Christoph Gernsbeck

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