Autor: chris.zemann

  • Rigolator 2019

    Rigolator 2019

    In der näheren Umgebung sind die „kleinen“ Triathlons leider rar geworden – kein Erländersee, kein Großweier mehr. Auf der Suche nach einem Ersatz für den Summertime 2019 bin ich auf den „Rigolator“ gestoßen, einen Sprint in Riegel am Kaiserstuhl. Veranstaltet vom TV Riegel, Distanzen 500 m im See, 25 km Rad und 5,5 km laufen. Anmeldung über die Homepage kein Problem, alles Wichtige in der Ausschreibung.

    Einen Parkplatz zu finden ist am Sonntagmorgen kein Problem, ein bisschen Kartenstudium vorab aber hilfreich. Während das um 9:15 Uhr gestartete Ligarennen läuft hole ich meine Unterlagen in der Römerhalle ab und stelle meine Schuhe in die WZ2 nebenan, die Sonnenschutzmütze drauf, und gehe den Weg ab, den ich das Rad später hier reinschieben werde. Alles kein Problem.

    Zurück am Auto mache ich das Rad fertig, zweites Frühstück, Sonnencreme, dann rolle ich über kleine Straßen zum Müllersee. Der ist nicht schwer zu finden, Riegel ist nicht groß und man trifft überall auf Beschilderungen und Absperrungen. Die Wettkampfbesprechung um 12 ist kurz, danach ist Einschwimmen, um 12 Uhr 15 dann der Start. Geschwommen wird in einem U um zwei Bojen und da der Start sehr breit gefächert ist, gibt es ein entsprechendes Gedränge. Ich versuche mich auf der Außenseite mit ein paar Extrametern raus zu halten. Das Wasser ist klar, dank 23,1 °C am Vortag ist Neoverbot. Die Uhr zeigt 10:44 beim Schwimmausstieg, da hätte ich eine bessere Zeit erwartet, ist sicher auch dem Umweg geschuldet (sicher nicht Manuels Training).

    Wechseln klappt gut, die Radstrecke beginnt mit einem für zwei nebeneinander Fahrende fast schon zu schmalen Weg Richtung Zentrum, dann geht es raus in Richtung Endingen. Kurz vor dem Ortseingang führt die Strecke über ein Eisengitter und dann links hoch – kleinster Gang – in die Weinberge, nach einem Bogen mit einer spannenden Kurve am Fuß zurück auf die Straße nach Riegel. Die dreimal zu durchfahrende Runde bietet nur kurz „Entspannung“ auf der Landstraße, es gibt eine Menge Ecken bei der Ortsdurchfahrung und im Weinberg. Nicht immer sind sich alle einig, aber zumindest in meiner Umgebung gibt es keinen Sturz bis zur Wechselzone und ich bin zufrieden mit meinen gut 45 min auf dem Rad. Das hatte ich mir flacher vorgestellt, mein 96er Look mit der Heldenkurbel und dem Zeitfahrlenker hatte ich in Erwartung nur leichter Wellen mitgebracht.

    Die Laufstrecke ist fast komplett flach, kurz rechts-links durch den Ort und dann einen Wirtschaftsweg hin und zurück. Durch Mitzählen bis zum Wendepunkt kenne ich meine Platzierung im Läuferfeld, bis zur Wende 83., und zähle beim Überholen runter. Auf der ganzen Laufstrecke werde ich nicht überholt, was Spaß macht, aber auch ein Zeichen ist, dass ich beim Schwimmen und Radfahren zulegen könnte, mit 4:20er Schnitt bin ich nicht arg schnell. Der Zielbereich ist etwas schwer einzuschätzen und so verpasse ich meinen Schlussspurt, bin aber mit den knapp unter 24 min auch hier ganz zufrieden.

    Im Ziel gibt es eng gedrängt Wasser, Tee, Obst und Rosinenzopf – für mich nur Wasser – und dann eine längere Wartezeit, weil die Beutel aus der WZ1 erst abgeladen werden, nachdem der letzte Läufer den Streckenbereich an der Römerhalle passiert hat. Aber das ist eigentlich schon die einzige Kritik – die Veranstaltung ist sehr gut organisiert, die Helfer ausgesprochen hilfsbereit. Und am Mitbringsel, endlich einmal keinem Sponsoren-T-Shirt, freut sich unsere Katze: das Handtuch, findet sie, ist ein 1A Liegeplatz im Schatten in der Nachmittagshitze. Und ich freue mich auf eine Wiederholung!

    Text/Bild: Jochen Mönch


  • Ironman 70.3 Luxemburg

    Ironman 70.3 Luxemburg

    Von Null auf Bestzeit in 16 Wochen

    Nach einem gesundheitlichem Rückschlag Ende Oktober 2018 mit Krankenhausaufenthalt und mehrwöchiger Zwangspause konnte Arek Grzybowski durch seinen unbeirrbaren Glauben und viel Trainingsdisziplin das Unmögliche möglich machen: Nach nur 16 Wochen geregeltem Training hatte er seine Form fast vom Nullpunkt aus in eine Bestzeit-taugliche verwandelt.

    Der Ironman 70.3 Luxemburg findet in der Moselregion Luxemburg, Deutschland und Frankreich statt. Start des 1,9 km langen Schwimmens in der Mosel war in Remich. Die Wassertemperaturen waren wider Erwarten mit 20 Grad recht hoch, jedoch bremste eine leichte Strömung die Athleten aus. Das geplante Tempo konnte man somit vergessen. Arek entstieg nach 34 Minuten dem kühlen Naß und konnte sich auf die 90 km lange in Frankreich gelegene Radstrecke machen.

    Die ersten 40 km verliefen topfeben, waren aber dafür böigem Wind ausgesetzt. Mit einem Schnitt von 36 km/h konnte er diese Passage schnell hinter sich lassen. Die restlichen 50 km waren landschaftlich klar schöner, aber durch über 500 Höhenmeter und technische Abfahrten in den Weinbergen auch sehr viel fordernder. Highlight war sicherlich auch die Vorbeifahrt am Denkmal des Schengen Abkommens das seit 1985 einen Meilenstein der gemeinsamen Europapolitik markiert.

    Nach 2:42 h konnte Arek diese Passage um einiges schneller als geplant hinter sich lassen. Der anschließende Halbmarathon wurde in Luxemburg an den Ufern der Mosel ausgetragen. Nach den Trainingsergebnissen und dem flotten Radsplit hätten jetzt auf Arek einige schwere Kilometer warten müssen.

    Aber der Baden-Badener spulte wie in alten Zeiten einen km nach dem anderen in relativ gleichmässigem Tempo ab bis es zum Schluss noch einmal extrem eng wurde: Der seit Jahren gehegte Traum, eine Mitteldistanz unter 5 Stunden zu finishen, stand kurz vor der Erfüllung. Mit einem Kraftakt schaffte er es auf den letzten beiden Kilometern das Ding perfekt zu machen: Nach 4:59:48 h überquert der überglückliche Triathlet die Ziellinie das erste Mal in seinem Leben unter der magischen Grenze.

    Seine Endzeit konnte er kaum fassen, hatte der lange Trainingsausfall im Winter doch eher eine mäßige Saison erwarten lassen. Aber Beharrlichkeit, Disziplin und Kampfgeist zahlen sich eben aus – und ließen Arek stärker zurückkommen als er sich erhoffen konnte.

    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, AREK!

    Text: Manuel Kollorz
    Bilder: Arek Grzybowski


  • The Championchip, Samorin 2019 – Triathlon der Extreme!

    The Championchip, Samorin 2019 – Triathlon der Extreme!

    Nach erfolgreicher Qualifikation im letzten Jahr bei der Challenge Heilbronn war die früh im Jahr gelegene WM mein Saisonhöhepunkt. Neun Monate Training inklusive eines Trainingslagers auf Lanzarote war mir den Aufwand wert, um noch mal bei einer WM in guter Form an den Start gehen zu können. Der Austragungsort, ein state-of-the-art Sporthotel Resort inklusive Pferderennbahn in Šamorín bei Bratislava hat meine Erwartungen an eine Weltmeisterschaft mit Teilnehmern aus über 60 Ländern übertroffen. Die Wettkämpfe der Challenge Rennserie sind für ihre gute Organisation bekannt bei den Triathleten, bei der WM hatte der Veranstalter noch eins draufgelegt.

    Weniger großartig waren die Bedingungen für das normalerweise 1,9km lange Schwimmen, das in der Donau stattfinden sollte. Hochwasser, extrem starke Strömung mit Treibholz sowie niedrige Wassertemperaturen ließen bis zum Renntag offen, ob die erste Disziplin überhaupt und wenn ja in welchem Umfang stattfinden konnte. Durch Schließung von Schleusen, kurzfristigen Aufbau von Wehren und das Einsehen des Wettergotts konnte der Veranstalter nur eine Stunde vor Wettkampfbeginn die Strecke vollumfänglich freigeben. Dennoch waren die Bedingungen für die Auftaktdisziplin einfach extrem. Einige schwächere Schwimmerinnen der vor mir gestarteten Altersklassen sind wegen der immer noch kräftigen Strömung kaum von der Stelle gekommen. Andere hatten derart mit der Wasserkälte zu kämpfen, dass sie nach wenigen Minuten das Rennen aufgeben mussten. Mein erster Gedanke nach dem auch meine Startgruppe ins Wasser gerufen wurde, war: “So fühlt sich also Schockfrosten an!“ Die gefühlte Temperatur im Gesicht und an Händen und Füßen war weit aus niedriger als die offiziell gemessenen 14,4 Grad, der Neoprenanzug konnte das Auskühlen des Körpers auch nicht wirklich verhindern. Die erste Hälfte der Strecke gegen die Strömung erwies sich als zäh und erforderte hohen Krafteinsatz aber wenigstens hielt sich dadurch die Körpertemperatur auf erträglichem Niveau. Die zweite Hälfte mit der Strömung ging dann wie im Fahrstuhl. Es kostete allerdings dann noch mal etwas Mühe, den Ausstieg nicht zu verpassen.

    Beim ca. 400m langen Laufweg in die Wechselzone freute ich mich über die 10. Position in meiner Altersklasse und die guten Laufbeine. Und über die wärmende Sonne (die ich später noch verflucht habe). Die 90km Radstrecke empfand ich ebenfalls als ein Extrem – aber in anderem Sinn. Der Kurs verlief auf gut asphaltierten Straßen schnurstracks an der Donau entlang. Eine echte Drückerstrecke wie für mich gemacht – einfach Kopf runter und treten was geht. Lediglich die wenigen Schlaglöcher erforderten Aufmerksamkeit auf diesem denkbar untechnischen Kurs. Dementsprechend gut kam ich voran. Mit einem Schnitt von 40km/h konnte ich mich mit der drittschnellsten Radzeit von 2h15 auf den 4. Platz meiner AK vorarbeiten. Als besonders positiv muss ich hervorheben, dass der Veranstalter sein vollmundiges Versprechen absolut eingehalten hat, ein besonders faires Rennen, d. h. strikte Einhaltung des Windschattenfahrverbots mit mindesten 20m Abstand zum Vordermann, zu ermöglichen. Das war Triathlon wie er sein soll – mit echtem Einzelzeitfahren.

    Angekommen in der zweiten Wechselzone war meine Freude riesig als ich die Info von Claudia bekam, dass Rang 2 und 3 in Schlagdistanz von unter einer Minute lagen. Meine Trainingsresultate im Laufen in den letzten Wochen waren so gut wie seit Jahren nicht mehr, das Podium lag jetzt tatsächlich in Reichweite, wenn ich nur halbwegs meine Fähigkeiten abrufen könnte. Aber schon nach wenigen hundert Metern fühlte ich mich wie erschlagen, ich hatte keine Energie mehr, jeder Schritt wurde mehr und mehr zur Qual. Das Blatt hatte sich innerhalb von Sekunden gewendet, ich konnte nur noch meine wenige Restenergie so gut es ging verwalten ohne jede Möglichkeit, taktisch zu agieren. Meine Konkurrenten hatte ich immer im Blick aber es war einfach nicht machbar aufzuschließen. Der ungewöhnlich abwechslungsreiche Kurs über Rasen und Sand der Pferderennbahn sowie Asphaltpassagen kam mir unerträglich schwer vor. Meine Wahl, einen sehr weichen Schuh zu tragen war hier auch die Falsche. Meine Gedanken kreisten um die Gründe für meine unerklärliche Schwäche. War es die auf mittlerweile 30 Grad gestiegene Temperatur? Die Nahrungsaufnahme auf dem Rad, die nicht so gut geklappt hat? Oder schlicht zu viel Körner beim Radfahren verschossen? Auf der allerletzten Rille habe ich mich ins Ziel gekämpft und konnte noch froh sein, dass ich nur noch einen Platz verloren hab.

    Völlig im Eimer, dehydriert und mit Muskelkrämpfen musste ich mich erst einmal im Athlete’s Garden mit Getränken versorgen, Gottseidank ging es mir aber schnell besser. Es mag undankbar klingen aber bei mir überwiegt doch die Enttäuschung über den 5. Platz bei der Challenge WM in der Altersklasse 50-54 in einer Zeit von 4 Stunden und 31 Minuten. Ich war einfach zu dicht dran einen tollen Erfolg feiern zu können, gerade bei den nicht einfachen Bedingungen und angesichts der langen Vorbereitung. Es hätte nicht einmal ein besonders guter Lauf am Ende sein müssen, eine Standardleistung hätte gereicht. Aber so ist der Sport und auf langen Distanzen kann eben auch viel passieren. So bin ich nicht mit einer Medaille aber mit vielen tollen Eindrücken und wertvollen Erfahrungen im Gepäck aus dem Triathlon Mekka abgereist.

    Text/Bilder: Manuel Kollorz


  • Top Plätze beim Kinder-Triathlon Karlsruhe-Rüppurr

    Top Plätze beim Kinder-Triathlon Karlsruhe-Rüppurr

    Beim Kinder-Triathlon Karlsruhe-Rüppurr – Samstag, 25.05.2019 – waren Lukas und Mattis Linder sehr erfolgreich am Start.

    Lukas startete bei den Schülern A (Jahrgänge 2006/2007) über 300m Schwimmen, ca. 5,5km Radfahren und ca. 2000m Laufen. Mit seinem Schwimmen haderte er etwas (undichte Schwimmbrille), beim Radfahren lief es deutlich besser und beim abschließenden Laufen drehte er – mit der mit Abstand besten Laufleistung in dieser Altersklasse – auf und machte in der eng zusammen liegenden Spitzengruppe Sekunde um Sekunde gut. Mit der Gesamtzeit von 26 Min. 01 Sekunden finishte Lukas auf Platz 2. – Das war hauchdünn, denn der Drittplatzierte war nur 2 Sekunden zurück und der Erstplatzierte lag 11 Sekunden voraus.

    Mattis startete bei den Schülern B (2008/2009) über 200m Schwimmen, ca. 3,5km Radfahren und ca. 1000m Laufen. Beim Schwimen und vor allem auf dem Rad lief es für ihn sehr gut und er finishte den Triathlon – mit einem Vorsprung von einer Minute –  in 17 Min. 13 Sekunden auf Platz 1.

    Text/Bild: Jörg Linder


  • Rucksacklauf 2019

    Rucksacklauf 2019

    Endlich konnten die Veranstalter des traditionellen Rucksacklauf auf dem Fernskiwanderweg wieder die ganze Strecke von 100 km anbieten. Erstmals war es auch möglich die Strecke in der Freien Technik zu laufen.

    Insgesamt müssen beim kleinen Rucksacklauf 60 km und 1320 hm ( Ziel Hinterzarten ) zurückgelegt werden. Der Große Rucksacklauf endet erst nach 100 km und 2300 hm am Belchen. Für mich ein echtes Abenteuer da ich nach 3 x Training auf der Höhe und leichter Erkältung nicht wirklich wußte ob ich es durchstehe.

    Früh endete die Nacht damit ich um 5 Uhr Morgens den Bus in Hinterzarten nach Schonach zum Start besteigen konnte. Dort hatte dann der Regen endlich aufgehört und ich konnte zügig die Startnummer in Empfang nehmen. Bevor es zur Startaufstellung ging mußte der Rucksack noch gewogen werden damit die vorgeschriebenen 4 kg Gewicht auch erreicht waren. Mit Stirnlampe und großer Vorfreude fiel dann um 7 Uhr der erste Startschuß für mich und die restlichen 133 klassisch laufenden Läufer. Eine halbe Stunde später waren dann die Teilnehmer in der freien Technik dran.

    Auf den ersten Kilometern sind teils sehr steile Anstiege zu bewältigen und man merkte gleich das hier das Hauptproblem liegen wird. Temperaturen über 0° hatten die Spur glatt und rutschig gemacht. Oft half nur neben der Spur zu laufen, nicht zu viel Druck auf den Ski zu geben oder komplett im breiten Krätschschritt den Anstieg zu meistern. Durch die starken Winde der letzten Tage lagen zudem viele Tannenzweige, Äste und Tannenzapfen in der Spur. Während des Laufs hielt sich der Wind bis auf wenige Passagen in Grenzen und stellte kein großes Problem dar. Unangenehm waren da eher die nassen und dann auch kalten Fußzehen über die einige Teilnehmer, die ich sprach, auch klagten. Durch die glatte und daher schnelle Spur waren die Abfahrten teils rasant. Beendeten Kurven oder Kehren diese, so wurde es etwas knifflig, denn der nasse schwere Schnee erschwerte das Bremsen und Umsteigen. So lag ich, als ganz passabler Skifahrer, auch zwei mal auf der Nase.

    Nach der ersten Stunde kommt man in seinen Rhythmus und findet auch den ein oder anderen Läufer der vom Tempo passt. Trotzdem zieht sich das Feld recht schnell auseinander, und wenn die ersten Skater an einem vorbei fliegen denkt man schon ob man hier richtig ist. Aber auch das lernt man in den Stunden des Laufes. Man hat nur einen Gegner und das ist man selbst. Meine Tochter und auch Freunde haben mich gefragt wieso man sich so was antut. Da kann ich nur eins zu sagen: Weil ich es kann !! Viel zu selten nämlich macht man sich bewußt was für ein Glück man hat gesund genug zu sein solche Ereignisse miterleben zu können.

    Ab und zu kam dann sogar mal die Sonne raus, und man konnte sich vorstellen was für ein landschaftlicher Genuss das Ganze wäre würde das Wetter mal mitspielen. Nach 4:30 kam die letzte Verpflegungsstelle an der ich mir etwas mehr Zeit ließ. Warmer Tee brachte spürbar wieder Energie in den Körper und die Riegel und Schokoladenstücke waren eine wohltuende Abwechslung zu meinen Energiegels. Die letzten 20 km sind im Verhältnis angenehmer zu laufen. Es geht zwar auf den höchsten Punkt (Weißtannenhöhe) der Strecke, und ich verspürte leichte Krampfanzeichen an der äußeren Wade, aber es gabt nicht mehr so lange giftige Anstiege. Schließlich darf man sich dann auf 11 km freuen die tendenziell abwärts zum Ziel nach Hinterzarten führen. Dieses habe ich dann nach 6:23:38 h glücklich erreicht.

    Ich kann jedem der gerne Ski Langlauf macht den Wettkampf, nein besser dieses Erlebnis, empfehlen. Es entschleunigt einen und man kann sich ganz auf sich besinnen. Wunderbar!!

    Zur Webseite des Veranstalters: http://www.fernskiwanderweg.de/#rucksacklauf

    Text/Bilder: Oliver Frank


  • 1. CROSS-BOSS Team-Duathlon 2019

    1. CROSS-BOSS Team-Duathlon 2019

    Zum Jahresstart erweiterte die Triathlonabteilung des RSV Falkenfels Bühlertal ihr Angebot an seine Mitglieder. Erstmals wurde am Samstag, den 26.01.2019 um 10 Uhr der CROSS-BOSS Team-Duathlon als ausgetragen. Manuel hatte die Strecken ausgekundschaftet und markiert, so das mit wenig Personalaufwand eine gelungene Primäre gefeiert werden konnte.

    Bei schmuddeligem kalten Wetter fanden sich, nach leider einigen krankheitsbedingten Absagen, 9 startbereite Mitglieder am Sportplatz Stollhofen ein. Diese wurden dann zu 3 Mixed-Teams und einem Männer-Team zusammen gelost. Es gab insgesamt 4 Durchgänge, wovon jedes Team-Mitglied abwechselnd 2 absolviern musste. Dabei durften die Damen der Fairness halber eine Laufrunde weniger absolvieren. Manuel ging als Einzelstarter an den Start und absolvierte einfach mal so alle Durchgänge alleine! Es war kalt, nass und teilweise matschig. So wie ein CROSS-BOSS eben sein muss. Und am Ende waren sich alle Starter einig: Das hat richtig viel Spaß gemacht!

    Bei der Siegerehrung, die am folgenden Tag beim alljährlichen Neujahrsbrunch statt fand, wurde dem Siegerteam die Wandertrophäe überreicht. Diese wurde von Christoph (Firma Edelstahl Bauer) gestiftet.

    Einzelstarter, 1:36:17
    Manuel Kollorz
    (1. Runde: 30:33, 2. Runde: 1:00:03, 3. Runde: 1:18:15)

    1. Platz, 1:39:35
    Team: Indra Brocke/Christoph Bauer
    (1. Runde: 29:20, 2. Runde: 1:00:00, 3. Runde: 1:21:12)

    2. Platz, 1:41:45
    Team: Britta Schlageter/Rolf Basse
    (1. Runde: 30:13, 2. Runde: 1:01:48, 3. Runde: 1:23:03)

    3. Platz, 1:42:00
    Team: Hans Werner Brocke/Roland Vetter
    (1. Runde: 34:18, 2. Runde: 1:04:26, 3. Runde: 1:24:00)

    4. Platz, 1:48:53
    Team: Vera Vetter/Oliver Frank
    (1. Runde: 34:57, 2. Runde: 1:06:00, 3. Runde: 1:29:40)

    Für den Sommer ist auch schon eine Triathlon-Veranstaltung geplant. Dort wird man dann schauen, ob der Wanderpokal neue Besitzer bekommt 😉

    Vielen Dank auch dem Orga- und Helferteam um Manuel, Christian, Christine, Steffen und Claudia.

    Text: Oli/Christian
    Fotos: Steffen Woideck


  • 37. Winterlaufserie Rheinzabern 2018 – 15 km

    37. Winterlaufserie Rheinzabern 2018 – 15 km

    Auch beim zweiten Lauf der Serie in Rheinzabern waren zwei Athleten von uns vertreten. Das Wetter war diesmal allerdings alles andere als winterlich.
    Kurz gesagt: kalt, nass, windig!

    Alles in allem keine perfekten Laufbedingungen. So waren die Ergebnisse nicht für jeden Zufriedenstellend. Aber es ist ja noch früh in der Saison, noch genug Zeit an der Form zu arbeiten.

    Spätestens beim 3. Lauf der Serie in Rheinzabern über 20 km kann die Form erneut getestet werden.

    Mario und Christoph

  • Silvesterlauf 2018 – OTB Osnabrück

    Silvesterlauf 2018 – OTB Osnabrück

    Das letzte Mal bin ich vor 27 Jahren beim Silvesterlauf des OTB Osnabrück, meiner Heimatstadt gelaufen. Damals zündete kurz vor dem Start irgendjemand einen Silvesterböller und alle rannten los. Die „Halt“ und „Stopp“- Rufe des Veranstalters haben natürlich niemanden interessiert…

    Mittlerweile ist die Veranstaltung in der 39. Auflage und zu einem bekannten Event in der Region angewachsen. Etwa 3000 Teilnehmer wollten den letzten Tag des Jahres 2018 bei nasskaltem Wetter beim Kids-Run, Walking, 5,6km oder 10km-Lauf ausklingen lassen. Ich entschied mich für den 10er, der gespickt mit ein paar Hügeln und matschigen Waldwegen nicht ganz einfach war. Über den 25. Gesamtplatz und 5. Platz in der AK 40 in 37’47 Minuten habe ich mich sehr gefreut. So kann das Jahr gerne zu Ende gehen und ich hoffe, 2019 geht genau so weiter! 

    Text/Bild: Manuel Kollorz


  • Weihnachtslauf 2018

    Weihnachtslauf 2018

    Unsere schöne Tradition haben wir natürlich auch in diesem Jahr fortgesetzt und uns an Heilig Abend zu einem Weihnachtslauf getroffen. Diesmal bei trockenem Wetter eine schöne 8-km-Runde mit tollen Ausblicken in und um Baden-Baden. Danach gab es dann wie gewohnt das ein oder andere Selbstgebackene zur Stärkung!

    An dieser Stelle wünschen wir allen Mitgliedern erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr! Wir freuen uns auf ein sportliches Jahr 2019 mit vielen gemeinsamen Aktivitäten.

    Euer RSV-Team


  • 37. Winterlaufserie Rheinzabern 2018 – 10 km

    37. Winterlaufserie Rheinzabern 2018 – 10 km

    Die 37. Ausgabe der Winterlaufserie Rheinzabern machte in diesem Jahr ihrem Namen alle Ehre. Was uns aber nicht davon abhalten sollte einen kleinen Formcheck zu absolvieren. Sechs Starter des RSV Tria Bühlertal waren bei Neuschnee, Eis, Matsch und Schneefall am Start der 10 km-Strecke. Trotz der widrigen Bedingungen sind alle verletzungs- und sturzfrei ins Ziel gekommen. Und auch mit den Ergebnisse konnten alle mehr als zufrieden sein.

    Alles in allem ein toll organisierter Lauf. Die Strecke wurde vom Veranstalter trotz allem sehr gut präpariert! Mal schauen wer im nächsten Jahr die 15 bzw. 20 km-Strecke in Angriff nehmen wird.

    RSV Tria Bühlertal bei der Winterlaufserie Rheinzabern 2018: Christine, Oli, Christoph, Mario, Christian, Steffi

  • 25. KSC Schlossparklauf 2018

    25. KSC Schlossparklauf 2018

    Kurz vor dem Start noch große Klappe, später kleinlaut weil wegen verlaufen den 3. Platz vergeigt. Kollege Heiko Nufer hat das besser gemacht und konnte den 2. Platz in der AK mit nach Hause nehmen. Trotzdem – bei tollem Wetter und guter Stimmung waren die ca. 9km im Schlosspark eine tolle Veranstaltung.

    Infos und Ergebnisse giibt es hier >>

    Text/Bilder: Manuel Kollorz


  • TRiKids –Kaiserstuhl Triathlon 2018

    TRiKids –Kaiserstuhl Triathlon 2018

    Schön war´s!!

    Es ging sowohl bei den Schülern A wie auch bei den Schülern B im Rahmen der Tri-Kids-Serie über 100m Schwimmen, 3 km Radfahren und 400m Laufen. Unsere Athleten (Lukas und Mattis Linder) schlugen sich wacker und konnten vor allem beim Schwimmen und Laufen ihre Stärken ausspielen.

    Kaiserstuhl Triathlon 2018
    Lukas und Matis

    Beim Radfahren auf flacher, ashpahltierter Strecke verloren sowhol Lukas wie auch Mattis mit ihren Mountain-Bikes wieder an Boden gegenüber der schnellen Konkurrenz mit ihren Rennrädern.

    Bei Lukas´Rennen setzten sich die vier schnellsten Fahrer ab und fuhren auf der Wendepunktstrecke einen relativ großen Abstand heraus. Bei Mattis´Rennen ging es enger zu, so dass die ersten 5 – 6 Teilnehmer fast gemeinsam in die letzte Wechselzone ankamen. Am Ende sprang für Lukas bei den Schülern A Platz 5 und für Mattis bei den Schülern B Platz 2 heraus.

    Am Nachmittag fand ein Elite-Rennen statt und bei der Siegerehrung konnten die Nachwuchs-Athleten Bekanntschaft mit dem Profi-Triathleten Andi Böcherer (Vize-Europameister Mittel- und Langdistanz) schließen.

    Insgesamt war es wieder eine tolle, gelungene Veranstaltung und beste Werbung für den Triathlon-Sport!

    Text/Bild: Jörg Linder


  • Neue Heimat im Schweizer Bergdorf „Sankt Martin“

    Neue Heimat im Schweizer Bergdorf „Sankt Martin“

    Christoph Gernsbeck war zu Besuch bei unserem ehemaligen Triathlet André Riehle in seiner neuen Heimat in einem Schweizer Bergdorf. André startete 4 Jahre für die Bühlertäler Triathleten als wir noch in der ersten Liga Baden Würtemberg aktiv waren. Herausragend war im Jahr 2000 der Team Wettbewerb in Reutlingen, bei dem durch eine geschlossene Teamleistung die beste Platzierung der Saison mit Platz 13 erreicht werden konnte, in der Besetzung Axel Hauser, Christoph Gernsbeck, Oliver Frank, André Riehle und Lars Ehrenberg. zur Ergebnisliste >>

    André hat mit seiner Frau Anne das alte Walserdorf Sankt Martin im wilden Calfeisental gekauft, als sich überraschend die Möglichkeit dazu ergab. www.sanktmartin.info

    „Träume muss man haben – und manche sollte man leben“ heisst es auf der Webseite von Sankt Martin. Der Ort liegt im Unesco Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona und ist von steilen Wände der umgebenden Berge wie z.B. die 3245m hohe Ringelspitz, dem höchsten Berg des Kantons St. Gallen. Das Restaurant und die Beherbergung der Gäste sind jetzt die Lebensaufgabe des Paares, das die Abgelegenheit des Dorfes oberhalb von Bad Ragaz genießt. (Autobahnabfahrt Bad Ragaz nehmen – es gibt 3 St. Martin in der Schweiz!)

    Aufgrund der strengen Winter in dem 1350m hohen Dorf beginnt die Saison erst Ende April und endet Mitte Oktober mit der „Ustrinkete“, bei der gerne die Bevölkerung der umliegenden Dörfer hilft das Getränkelager zu leeren, bevor das lokal Winterfest gemacht wird.

    Bei der Planung eines Italien Urlaubes mit seiner Freundin und kurzem Mailkontakt mit André konnte Christoph kurzfristig in einem ehemaligen Ziegenstall unterkommen. Nachdem die beiden Sportfreunde sich fast 10 Jahre nicht mehr gesehen hatten war die Freude beim Wiedersehen riesig und gleich am ersten Abend wurden Pläne für gemeinsame Touren geschmiedet. So kam es gleich am ersten Nachmittag zu einem Traillauf, bei dem Hündin Emma eindeutig die fitteste war. Eine super schöne, aber harte Laufstrecke.

    Am zweiten Tag ging es morgens um 5 Uhr los auf die Gigawaldspitz. Da keine Wanderwege dorthin führen, sondern über Hänge und Wiesen gewandert wird ist man praktisch allein dort, abgesehen von Gemsen, Murmeltieren und den Kühen, die dort bis ca. Mitte September auf der Alp sind. Überraschend ist, wenn man den Gipfel des bewachsenen Berges betritt, daß sich hinter dem Kreuz eine harte Kante zeigt, von der deshalb gerne mit Wingsuites gesprungen wird.

    Am dritten Tag fuhren wir gemeinsam mit den E Bikes zu einer Alm um von dort eine 4 Stündige Tour über die SAC Hütte (Schweizer Alpen Club) zu machen. Traumhafte Gegend und gerade mal eine Handvoll Wanderer, die uns begegneten.

    Text/Bilder: Christoph Gernsbeck


  • IRONMAN Vichy 2018

    IRONMAN Vichy 2018

    Die Fahrt mit dem Wohnmobil nach Vichy hat Spass gemacht und ging problemlos. Neben vielen anderen Campern fanden wir unseren Stellplatz auf einer großen Wiese direkt am Veranstaltungsort. Kurze Wege – genau mein Ding 😉

    Die Registrierung konnte ich schnell hinter mich bringen obwohl der Ausrichter nicht gerade wenig zu tun hatte, da am Vortag noch der 70.3 Vichy stattfand. Insgesamt war die Orga aber sehr professionell und ließ an und für sich keine Wünsche offen.

    Die Nacht vor dem Rennen war mit 7 Grad sehr kühl und gebot ein „Umdenken“ nach der wochenlangen Hitze. So legte ich mir trockene Sachen für nach dem Schwimmen bereit. Weste, Armlinge und sogar Handschuhe sollten mich warm halten fürs Radfahren.

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    Der Rolling Start um 6 Uhr 50 sorgte für den geringstmögliche Stress beim Schwimmen. Man konnte sich einfach auf das konzentrieren was man machen soll ohne sich der Arme und Beine der Mitstreiter erwehren zu müssen. Die zwei Runden à 1.9 km mit Australien Exit waren auf der Regattastrecke des Lac d‘Allier gut zu bewältigen, die Wassertemperatur war höher als die Außentemperatur. 63 Minuten sind für mich kein gutes Ergebnis aber auch kein Beinbruch.

    Der Wechsel aufs Rad hat länger als normal gedauert da ich mir die trockene Hose und Weste übergezogen habe. Frieren bedeutet Energieverlust und konnte ich nicht brauchen.

    Die beiden 90 km Radrunden fanden im vorwiegend flachen bis leicht hügeligen Gelände statt. Der einzige Berg auf der Runde hat sich auch eher als Hügel herausgestellt und konnte niemanden mit Schwarzwalderfahrung in Angst versetzen. Richtig schnell war der Kurs aber trotzdem nicht da der Belag meist sehr schlecht und damit langsam war. Außerdem reihte sich auf einigen Abschnitten Schlagloch an Schlagloch. Auf der Rüttelpiste habe ich dann auch schon nach 30 km mein Ersatzmaterial eingebüßt, eine Panne hätte somit das Aus bedeutet. Ein großes handicap war für mich, dass mein Wattmesser ausgefallen ist. Da meine gesamte Vorbereitung seit Jahren auf Wattwerten basiert kam die zweite Disziplin einem Blindflug gleich. Die Quittung habe ich auch auf der zweiten Runde bekommen da ich schnell feststellte, dass ich mich auf der ersten Runde kräftemässig übernommen hatte und nun nachlassen musste. Die Schönheit der Auvergne konnte ich erst in der zweiten Runde betrachten da starker Bodennebel, den die Sonne nur langsam auflöste, die Umgebung komplett verschleierte. Insgesamt konnte ich aber mit der Radzeit von 5h02 zufrieden sein, ohne die Pinkelpause wäre es auch unter 5h gegangen.

    Froh, ohne Panne und Sturz in T2 angekommen zu sein, konnte ich mich recht guter Laufbeine erfreuen. Die ersten 10 km habe ich mich schön runter gebremst und konnte dadurch mein geplantes Tempo bis ca. km 30 durchhalten. Die Laufstrecke war extrem abwechslungsreich und ging ähnlich wie in Frankfurt am Ufer des länglichen Lac d’Allier entlang. Es mussten pro Runde zwei Brücken überquert werden, die kleinen Rampen dorthin taten nach der Hälfte des Marathons ziemlich weh. Ein kleiner Abstecher in den Stadtpark hat für ein wenig Schatten gesorgt, es war mittlerweile ca. 23 Grad war geworden. Alle 2 km gab es an den super organisierten Versorgungsstationen eine Abkühlung und üblichen Sportgetränke. Hervorheben muss man ganz klar die Begeisterung der Franzosen für dieses Event. Es gab auf der 10,5 km Runde fast keine ruhige Minute, überall wurde geklatscht und ich habe noch nie so viele Leute meinen Namen rufen hören, der auf der Startnummer vermerkt war. Einfach toll und kurzweilig. Ebenso abwechslungsreich waren die Beläge. Von Schotter über guten und schlechten Asphalt, Holzplanken, Graßnabe und löcherigen Parkweg war alles dabei. Aber das hat meinen Beinen nicht viel ausgemacht, es lief einfach gut bis zur letzten Runde, die ich dann sehr auf die Zähne beißen musste. Aber das ist eben Ironman. Den etwas schwereren aber Stabilität bietenden Schuh für dieses Rennen auszuwählen, hat sicher dazu beigetragen. Die 3h24 hätte ich mir im Vorfeld nicht zugetraut, eine Zeit um 3h30 wäre für mich auch OK gewesen.

    Somit stand unterm Strich eine 9h39 und Platz 9 von 199 in der AK und Platz 73 von 1125 Gesamt. Die Zeit geht in Ordnung, der Platz war nicht gerade mein Traumziel. Die gute Orga und die tolle Laufstrecke machen den Ironman Vichy zu einer Empfehlung. Lediglich beim Belag der Radstrecke muss man Abstriche machen aber die soll auch im nächsten Jahr ändern.

    Video vom Zieleinlauf

    Outtakes:

    Meine Weste wollte ich nach der ersten Runde wegen steigender Temperaturen Claudia zuwerfen, habe sie aber verpasst. Unters Trikot gestopft sah ich aus wie schwanger… In T2 hatte ich mich so an meinen „Bauch“ gewöhnt, dass ich tatsächlich vergessen habe, sie abzulegen. Ebenso, als ich Claudia nach ein paar Laufkilometern gesehen habe. Das gute Stück hat mich 100 Rad und 10 Laufkilometer ganz schön genervt…

    Irgendwo auf der Straße lag ein wirklich großer Haufen Pferdemist. Den Spuren darin zufolge war da nicht nur einer durch gefahren… schöne Scheisse!

    Auf dem Dixi Klo in T2 meinte der Typ nebenan: Oh man, das ist der beste Moment des gesamten Tages! Ich mich noch nie mit so einem Grinsen im Gesicht in einen IM Marathon aufgemacht.

    Text/Fotos: Manuel Kollorz


  • Heidelbergman 2018

    Heidelbergman 2018

    Wenn ich im Winter Saisonplanung betreibe, ist einer der ersten Termine, den ich mit den Urlaubsplänen und den RSV-Terminen abgleiche, der Heidelbergman. Die Strecke ist sicher eine, auf der ich besonders „schlecht aussehe“, eine Bergziege wäre gefragt auf den 1100 Höhenmetern, die bin ich sicher nicht. Aber es macht einfach jedes Jahr Spaß, eine sehr gut organisierte Veranstaltung in einer schönen kleinen Stadt. 2018 hat gepasst, also habe ich mich angemeldet.

    Die Anfahrt ist beim siebten Anlauf kein Problem, auch eine Umleitung um die Innenstadt kostet nur 5 Minuten und 2-3 Nerven extra. Mit dem Rad und der schweren IKEA-Tasche geht es vom Parkplatz an der Uferstraße zum Start an der Theodor-Heuss-Brücke. Die Unterlagen gibt es um 7:40 Uhr ohne Schlange, dafür sind die Schuhbeutel schon aus – kein Problem, ich habe gestern schon eine alte Tasche mit meiner Startnummer gekennzeichnet, das kenne ich schon. Die Wechselzone ist auf der Neckarwiese aufgebaut, dort drapiere ich meine Wechselsachen und laufe die Strecken vom Schwimmausstieg und zum Laufausgang ab. Um halb 9 startet die Wettkampfbesprechung, Neoprenverbot und die wichtigsten Streckenstörungen (parkende Autos in der Schlossstraße) – aber auch die neue Windschattenregel der DTU mit der 12-m-Box und den 25-s-Überholvorgängen auf der Radstrecke wird angesprochen. Das kann man hier eigentlich getrost sofort wieder vergessen.

    Zehn vor neun setzt sich der Tross bei leicht bedecktem Himmel zu Fuß in Bewegung, entlang des Ufers und über die Alte Brücke zum Schwimmeinstieg am „Hackteufel“. Dort kann man in besagtem Beutel die Schuhe abgeben, ich diesmal auch ein T-Shirt. Obwohl man an einigen Stellen in diesem Bereich des Neckars bequem stehen kann, gehen erst viertel nach neun die Ersten ins Wasser, keiner will im Wasser kalt bekommen. Pünktlich um halb zehn erfolgt der Startschuss und es geht unter besagter Alten Brücke durch los. Ich schaue immer, dass mir von rechts keiner zu nahe kommt, ein Tritt in die angeknacksten Rippen wäre vielleicht schon das Ende des Trias. Das Wasser ist klarer als einige Baggerseen die ich kenne, zwei Meter kann man ohne Probleme sehen. Die Strömung ist wie erwartet leider schwach. Zusammen mit dem in den letzten Wochen geringen Trainingsumfang und dem sehr vorsichtigen Schwimmen bin ich glatt sieben Minuten langsamer heute als letztes Jahr. Das ist egal, ohne Krämpfe schaffe ich diesmal die hohe Ausstiegsstufe und streife im Laufen zum Fahrrad das mitgenommene Grünzeug ab, das in der Nähe des Ausstiegs reichlich wächst.

    Die Radstrecke verläuft auf dem ersten Kilometer wieder auf der Uferstraße gleich dem Marsch zu Beginn, dann geht es über das Kopfsteinpflaster der Alten Brücke in die Innenstadt, am Rand des Marktplatzes vorbei zur Schlossstraße und damit beginnen dann die „Prozente“. Ich habe ein neues Rad dabei dieses Jahr mit kleineren Gängen und nutze das auf den eingestreuten 15%, 16% und der langen 12%er-Strecke am „Unteren Sankt Nikolausweg“ aus, die Wattanzeige pendelt dort zwischen 275 und 325 Watt. Ich werde mehr überholt als umgekehrt, viele davon Staffelfahrer, deren Schwimmer fünf Minuten nach uns gestartet sind. Ein Teil der Strecke ist durch den Wald schattig, das hilft, denn mittlerweile heizt uns die Sonne kräftig ein. Nach den langen Anstiegen kommen die verdienten Abfahrten, die teilweise spektakulär befahren werden. Mein Garmin zeigt später 83,2 km/h als Maximum an – aber da gibt es noch ganz andere Kaliber. Bei der Bergabfahrt werde ich überrundet und ein spannender Moment ist das fast im Stillstand erfolgende Abbiegen der Führenden an einer Stelle, wo der Rest des Feldes gut 60 km/h drauf hat – in meinem Umfeld geht alles gut. Die zweite Runde ist bei mir fast exakt gleich schnell wie die erste – auf der Abfahrt noch mal eine spannende Situation, als ein Vorausfahrender in der Schlossstraße den Bürgersteig mitnutzt, weil er zu schnell in die Serpentine fährt, aber auch hier bleibt es beim Schrecken, kein Sturz. Nach der Schüttelpassage über die Alte Brücke geht es eben zurück zur Wechselzone, Zeit für ein Gel und den Rest der zweiten Flasche.

    Die Laufstrecke ist noch keinen Kilometer alt, als der Philosophenwegs mit dem steilen Serpentinenstück entlang der Villen mit Schlossblick beginnt. Zum Glück versteckt sich die Sonne gerade, so dass sich die letzte Woche im Raum stehende Frage, ob ich bei über 30 °C überhaupt laufen soll, nicht stellt. Nach gut zwei Kilometern geht es in den Wald und der Anstieg bis etwa Kilometer 4 ist moderat, mit einer Getränkestelle als Zwischenstopp. Es läuft im doppelten Sinne problemlos, ich bin guter Dinge. Kurz vorm Wendepunkt führt der Weg noch einmal leicht bergab, dann beginnt der Rückweg. Lustigerweise machen sich bergab die Rippen nochmal richtig bemerkbar. Ich zähle die ganze Zeit Überholte und Überholende und komme auf über 4:1 – ein langsamer Radfahrer zu sein, hat auch Vorteile. Ich nutze die Zuschauer, freue mich über Anfeuerungsrufe und horche auf Krämpfe, die mich letztes Jahr noch so behindert haben. Nichts passiert, völlig erledigt aber ohne Probleme komme ich nach 3:07 Stunden in Ziel. Was ich erst später sehe, denn dieses Jahr zählt: geschafft! Vor vier Wochen, nach dem Knacks der Rippen, hätte ich das nicht geglaubt und bei den 35 °C der zurückliegenden Woche kamen neue Zweifel auf.

    Im Zielbereich stelle ich mich zuerst in die Schlange für die Massage, bevor es noch einen Drink und ein paar Apfelschnitzen gibt. Dann mache ich mich auf den Weg nach Hause. Der Stau in der Baustelle bei Karlsruhe wegen eines liegengebliebenen Autos kostet mich mehr Zeit als der Lauf, aber die Laune kann das nicht drücken…

    Text/Bilder: Jochen Mönsch